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15.03.2017

Bilch/Nager gefunden

Ob Siebenschläfer, Gartenschläfer, Haselmaus alle diese Tiere sind Säugetiere.
Alle "Schläfer" (Sieben-, Garten- und Baumschläfer, Haselmaus) gelten nach dem Bundesnaturschutzgesetz vom 25.03.2002 (BNatSchGNeuregG) § 42 bzw. nach der Artenschutzverordnung (ArtSchV) § 1 Satz 1 als besonders geschützt.

Zusätzlich sind die Haselmaus und der Baumschläfer in der FFH Richtlinie Anhang IV gelistet, das bedeutet sie stehen unter besonderem Rechtsschutz der EU. Bilche, so nennt man alle hörnchenähnliche Tiere sind in der Pflege genauso zu händeln wie Eichhörnchen.

       

Unterbringung und Wärme:

Nehmen Sie das Tier mit, am besten in einer geschlossen Box, das kann ein Karton sein. Bitte sorgen Sie dafür, dass genug Luft in die Box kommt. Nun ist erst einmal wichtig den Nager zu wärmen. Verwenden Sie dazu eine Wärmflasche oder eine andere Wärmequelle. Bitte benutzen Sie kein Rotlicht, es trocknet die Tiere sehr schnell aus, gerade wenn sie noch kein Fell haben. Legen sie auf die Wärmflasche ein Handtuch, das der Nager auch die Möglichkeit hat sich darin zu verstecken. Der Nager  muss immer erst wieder seine Körpertemperatur (37 Grad) haben bevor er gefüttert wird.

Ernährung:

Bitte geben Sie dem Nager nur Katzenaufzuchtsmilch als Beispiel von Royal Canin oder Ziegenmilch als Beispiel Farmfood Nr.1 zu trinken. Bitte mischen Sie das Pulver nach Herstellerangaben und nehmen Sie anstatt Wasser immer Fencheltee, die Trinkfertige Nahrung sollte immer 39Grad bei der Fütterung haben. Niemals KUHMILCH! Starten Sie keine Selbstversuche wie, Babymilch oder Kondensmilch. Sie schaden dem Tier mehr als Sie helfen.

Die ersten Fütterungen sollten aus Fencheltee bestehen, Sie können auch ein wenig Traubenzucker beigeben. Viele Tiere sind dehydriert und müssen erst einmal wieder ihren Flüssigkeitshaushalt auffüllen. Dazu können Sie eine 1ml Spritze, natürlich OHNE NADEL nehmen. Geben Sie dem Nager max. 0,5ml, ganz langsam Tropfen für Tropfen. Bitte immer sehr langsam füttern um ein Verschlucken zu vermeiden.

Nach dem trinken ist es wichtig den Urin zu stimulieren. Dazu können sie ein Kosmetiktuch nehmen, tauchen Sie das Tuch in ein wenig warm Wasser und gehen Sie mit dem Tuch immer und immer wieder über den After und die Geschlechtsteile. Bitte keinen Druck ausüben. Machen Sie das solange bis das Tier uriniert hat.

Danach müssen Sie den Bauch des Nagers massieren. Dies ist wichtig für die Kotabsetzung. Dazu nehmen Sie den Nager am besten in die linke Hand in Rückenlage und streichen mit einem Ihrer Finger der rechten Hand den Bauch des Tieres. Immer von der Mitte bis zum Geschlechtsteil. Massieren Sie bitte mindestens 3 Minuten.

 

Trinkmengenberechnung:

Die Fütterungsmenge wird wie folgt berechnet: Die Hälfte des Körpergewichts geteilt durch die Anzahl der Fütterungen pro Tag das ergibt dann die Fütterungsmenge pro Mahlzeit.

 

Fütterungsmenge:

1. Woche: alle 2 Std, nachts alle 3 Stunden
2. Woche: alle 2,5 Std., nachts alle 3 Stunden
3. Woche: alle 3 Std, nachts alle 4 Stunden
4. Woche: alle 4 Std, nachts alle 4 Stunden
ab 5. Woche: nur 4x pro Tag, Milch wird dann bereits aus dem Schälchen getrunken

Stellen Sie solange Milch hin, bis keiner mehr an die Milch geht.

 

 Futter:

Zu Anfang als Übergang von der Milch zur Festnahrung Babyobstbrei (z.B. Früchte mit Vollkorn, Apfel mit Babykeks, Birne mit Zwieback usw.) Dann Haselnüsse und Sonnenblumenkerne ohne Schale, Haselnüsse, Walnüsse, Sonnenblumenkerne, Beeren, Weintrauben, Möhren, Äpfel, Pflaumen, Birnen – Obst immer unbedingt Bio! keine Mandeln! Mais, Gurke, Bucheckern, Tannenzapfen, nur sehr selten Eicheln.                                           

Gartenschläfer – zusätzlich zu o.g. Futter noch Insekten (Pinkies, Buffalos, Wachsmottenraupen, Drohnenbrut, Heimchen, Zophobas) bei Gartenschläfer ist der Hauptbestandteil der Nahrung Insektenkost!

Immer ausreichend Futter anbieten damit es keinen Stress oder Auseinandersetzungen gibt und immer für frische Zweige und natürlich Wasser sorgen.

 

 

 

Altersbestimmung:

Geburt:                                             Gewicht 1-2 g, 4 cm Körperlänge

bis 7 Tage (1 Woche):                     6g, 5 cm Körperlänge

bis 14 Tage (2 Wochen):                7-10g, 6-7cm Körperlange. Schneidezähne unten brechen durch, Ohren öffnen sich,
                                                            komplettes Fell

bis 21 Tage (3 Wochen):                19g, 7cm Körperlänge, Schneidezähne oben, Augen öffnen sich, erste feste Nahrung

bis 28 Tage (4 Wochen):               24g, 8cm Körperlänge, Schwanz ca. 7cm

30 Tage:                                            Nest wird das 1. Mal verlassen, Säugen wird eingestellt, 35gr. Körpergewicht, 11 cm Körperlange

45 Tage:                                            Molaren da, Schwanz buschig, 55gr. Körpergewicht, 13 cm Körperlänge

 

Unterbringung:

Nestersatz (Kasten) bis zur 3./4. Woche, sobald sie die Umgebung erkunden müssen die Tiere in einen größerer Käfig, der Kasten als Rückzugsort bleibt. Wenn sie anfangen zu springen: Umzug in Voliere, ebenfalls mit Kasten als Versteck. Ganz wichtig ist das bei den Volieren ein enger Gitterabstand vorhanden ist, da die Kerlchen durch schmale Öffnungen kommen. Ebenfalls wichtig ist, dass die Voliere wenn die Kleinen fit sind und klettern können so groß wie möglich ist, eher hoch als breit und mit ganz vielen Ästen und Klettermöglichkeiten ausgestattet werden muss, keine Holzvolieren da sie sich durch beißen, so viele Zweige rein wie es geht, keine Laufräder! Wichtig auch mehrere Nistkästen (mit großen Löchern o. Halbhöhlen) anzubringen damit die Tiere sich aus dem Weg gehen können, diese müssen regelmäßig gereinigt werden da die Tiere in die Kästen koten, als Zweige geht alles außer Eichenzweige – zu viel Gerbsäure.

 

Diese Informationen wurden mit Hilfe der Wildtierhilfe Odenwald zusammengestellt. Vielen Dank dafür.

 

Wichtig! Wenn Sie ein Wildtier finden und mit dem Gedanken spielen sollten, dass Sie das Tier selbst päppeln möchten, bedenken Sie immer es ist ein 24 Stundenjob und bedarf sehr viel Zeit und Verantwortung. Auch müssen Sie sich Rechtlich Informieren. Rechnen Sie bitte Tierarztkosten und Medikamentenkosten natürlich zusätzlich das Futter mit ein. Ein Wildtier, sollte niemals alleine gehalten werden, es soll immer in der Phase wo es bei uns Menschen ist so Artgerecht wie möglich gehalten werden. Rufen Sie nach einem Fund umgehen eine kompetente Stelle an, die Ihnen weiterhelfen kann. Gerne können Sie mich kontaktieren oder eine andere Stelle (siehe Stationen Deutschlandweit).