Achtung! Helfer gesucht!

Igelumsiedlung in Langen. Dringend Helfer gesucht!

Ab dem Herbst 2018 beginnt in 63225 Langen ein Bauvorhaben. Auf diesem Areal befinden sich Igel, die vor Baubeginn umgesiedelt werden sollen. Ich habe mein Hilfe angeboten und dies wurde sehr begrüßt. Jetzt brauchen wir dringend Helfer die uns bei diesem Projekt unterstützen, da es ein sehr großes Gebiet ist.

Diesbezüglich möchten wir euch am 30.08.2018 um 19:30 Uhr zu einem Infoabend in die Gaststätte Birkenwald, Im Haag 2, 63303 Dreieich einladen.

An diesem Abend werden wir euch das Projekt detailliert vorstellen. Schon mal vorab, was wir alles Benötigen:

• Helfer die die Igel 14 Tage lang täglich anfüttern (min. 40 Personen)
• Wildkameras
• Wärmebilddrohne
• Transportboxen
• Katzen Nass/Trockenfutter

Start des Projektes ist der 10.09.2018 und Ende voraussichtlich in der ersten Oktoberwoche.

Da es sich hier um ein großes Projekt handelt freuen wir uns auf jede Unterstützung. Ihr könnt uns mit Futterspenden unterstützen oder mit Geldspenden, hier wichtig bitte Kennwort „Igelprojekt“ angeben.

http://www.wildtierhilfe-schäfer.de/…/spenden-fuer-die-wild…

Wann braucht ein Wildtier Hilfe

Hier möchte ich Ihnen aufzählen, wann ein Wildtier Hilfe braucht und was Sie dringend berücksichtigen müssen.

  • wenn eine Verletzung zu sehen ist oder Krankheitssymptome aufzeigt
  • wenn das Tier von Katze oder Hund gebracht wurde
  • wenn das Nest zerstört wurde und die Wildtiere unkoordiniert herumlaufen oder irgendwo liegen
  • wenn Igel Tagsüber aktiv sind und unkoordiniert herumlaufen und unter 600gr. haben
  • wenn Wildtiere zu dem Menschen kommen (Fehlprägung)
  • wenn ein Eichhörnchen Baby zu dem Menschen kommen (sie haben keine Tollwut)
  • bei Kollisionen (z.B. Fensterscheiben, Auto)
  • wenn man ein Wildtier nicht wieder in sein Nest setzen kann

 

Wichtig! Bitte beherzigen Sie folgende Anleitung um die Wildtiere optimal erst zu Versorgen

Säugetiere:

  • Wildtier erst einmal sichern und in eine Box/Karton der mit einem Handtuch ausgelegt ist legen! Unter das Handtuch eine Wärmequelle, wichtig bei noch nackten Tieren. In die Sonne legen langt nicht!
  • Tier wärmen: Mit einer Wärmflasche, Kirschkernkissen oder 2 kleine PET Flaschen mit Wasser füllen (38! Grad), oder in den Pulli stecken!
  • Bei Säugetiere die schon Fell haben fühlen, ob eine Unterkühlung vorliegt! Wenn ja, wärmen!
  • Unterkühlte Tiere kollabieren bei Gabe von Nahrung! Erst füttern, wenn das Tier normale Körpertemperatur hat (38 Grad)!
  • Bei zu schneller Gabe von Flüssigkeit (Säugetieren) Gefahr des Verschluckens (erhöhtes Risiko einer Lungenentzündung)!
  • Keine Kuhmilchprodukte! Wildtiere sind Lactose intolerant. Wildtiere erhalten ALLE eine spezielle Aufzuchtsmilch für Tiere, je nach Tierart unterschiedlich!
  • Keine Bäckereierzeugnisse, enthalten Zucker und Hefen, die die Tiere nicht vertragen!
  • Tiere mit Katzenkontakt brauchen innerhalb von 8 Stunden Antibiotika (durch Pasteurellen kommt es sehr häufig zu einer Blutvergiftung)!
  • Sofort nach Sicherung Wildtierstation kontaktieren

 

Vögel:

  • Vogel erst einmal sichern und in eine Box/Karton der mit einem Handtuch ausgelegt ist legen! Unter das Handtuch eine Wärmequelle (Handtuch wie ein Nest zusammenschieben und Vogel reingelegt), wichtig bei noch nackten Tieren. In die Sonne legen langt nicht!
  • Tier wärmen: Mit einer Wärmflasche, Kirschkernkissen oder 2 kleine PET Flaschen mit Wasser füllen (38! Grad)
  • Unterkühlte Tiere kollabieren bei Gabe von Nahrung! Erst füttern, wenn das Tier normale Körpertemperatur hat (38 Grad)!
  • Nestlinge (Vögel) können keine Flüssigkeit schlucken! Aspirations Gefahr (Ersticken)!
  • Keine Bäckereierzeugnisse, enthalten Zucker und Hefen, die die Tiere nicht vertragen!
  • Tiere mit Katzenkontakt brauchen innerhalb von 8 Stunden Antibiotika (durch Pasteurellen kommt es sehr häufig zu einer Blutvergiftung)!
  • Keine Regenwürmer verfüttern, Regenwürmer sind voller Parasiten!
  • Kein Hackfleisch, Wurstwaren, Baby Brei, nichts was Sie selbst essen würden. Vögel bekommen in der Aufzucht NUR Insekten!
  • Sofort nach Sicherung Wildtierstation kontaktieren

In eigener Sache.

Leider erlebe ich es immer wieder, dass ich Tiere bekomme, wo der Finder selbst versucht hat zu päppeln. Entweder die Tiere sind total falsch ernährt worden, was dann fatale Folgen beim Federkleid hat oder als Beispiel das Tier zu Knochenbrüchen neigt, da die Aufzuchtsmilch nicht geeignet war. Das Tier mehr tot als lebendig ist und ich es dann retten soll. Das kann und wird nicht funktionieren. Wir Stationen müssen Prüfungen ablegen, die aufzeigen, dass wir das Fachwissen haben, die Wildtiere aufzuziehen.

Bitte bedenken Sie eines. Das Tier hat NUR eine Chance. Es können sehr viele Fehler gemacht werden bei der Aufzucht, viele Menschen ziehen Wildtiere auf und entlassen diese viel zu früh wieder in die Natur oder prägen die Tiere fehl, das diese keine Chance mehr haben, in der Natur zu überleben. Auch sollten Wildtiere immer in einem Verbund aufwachsen, niemals alleine.